Tagesausflug, die Herbstausgabe: Als der Sturm tobte...

Als der Sturm draußen tobte, entstand etwas Besonderes…
EINTAGESAUSFLUG – Der Geheime Garten | Herbstausgabe 25. Oktober 2026

Manchmal beginnt ein besonderer Tag mit der Frage, ob überhaupt alles stattfinden kann.
Ein paar Tage vor meinem dritten One Day Getaway war ich noch etwas nervös.
Die Stürme Austen und Boelo hielten die Niederlande an diesem Wochenende ordentlich auf Trab. Der Wind heulte über das Brabanter Land, der Regen prasselte gegen die Fenster, und alles, was ich so sorgfältig vorbereitet hatte, schien im Handumdrehen wieder zunichtegemacht.
Da stand ich nun. Wochenlange Vorbereitung und BUMM! Die Natur hatte offensichtlich ihre eigenen Pläne. 😂
Für mich bedeutet Vorbereitung nicht nur, Tische zu decken, Einkäufe zu erledigen oder Material zusammenzutragen. Sie beginnt oft schon Wochen vorher, irgendwo in meinem Kopf. Dort entstehen Bilder, Ideen, Stimmungen und unerwartete Verbindungen. Das ist für andere nicht immer sichtbar, aber für mich hat der kreative Prozess dann längst begonnen.
Nach zwei sommerlichen Ausgaben meines One Day Getaway durfte sich The Secret Garden diesmal zum ersten Mal in herbstliche Farben hüllen.
Ein Garten, der sich mit den Jahreszeiten wandelt
Was im Sommer ein herrlich grüner Ort war, mit langen Tagen und dem Swimmingpool als strahlendem Mittelpunkt, verwandelte sich langsam in eine Welt aus warmen Farben, Zweigen, Moos, Kürbissen und kleinen Lichtern.
Mein altes Weintraubengewächshaus hat eine neue Bestimmung bekommen und ist zum Botanical Atelier geworden. Ein Ort, an dem die Weinranken immer noch ihren eigenen Weg suchen, an dem inzwischen aber auch Raum für Kunst, Kreativität und Workshops ist.
Unter der Veranda machten die Bananenpflanzen Platz für Herbstzweige, stimmungsvolle Beleuchtung und ein kleines Feuer. Das Kleid meines Wunschbaums bekam dort vorübergehend einen neuen Platz.
Zwischen den Birken lag der Pfad der Sehnsucht, bedeckt mit weichem Moos und herabgefallenen Blättern, bereit, begangen zu werden. Doch währenddessen blieb ich dabei, auf die Wettervorhersagen zu schauen.
War es im Gewächshaus nicht zu kalt? Gab es genug Platz? Und wenn der Wind wieder so stark wehen würde, wäre es dann wirklich klug, mit einer Gruppe von Frauen in einem Glasatelier zu sitzen? Zum Glück habe ich durch meine jahrelange Erfahrung mit Festivals und Auftritten, oft im Freien, gelernt, nicht nur kreativ, sondern auch praktisch vorauszudenken. Es gab also Alternativen. Und Alternativen zu diesen Alternativen. 😉
Sieben Frauen, sieben Geschichten
Am Sonntag, dem 25. Oktober, war es endlich so weit. Sechs Frauen kamen in meinen Secret Garden in Hoeven. Mit mir zusammen waren wir zu siebt.
Sieben Frauen, jede mit ihrem eigenen Hintergrund, ihren Erfahrungen, Wünschen und Geschichten. Was ich so besonders finde, ist, dass One Day Getaway inzwischen auch Verbindungen zum Netzwerk von PUTITON knüpft. Bei einer früheren Ausgabe durfte ich unter anderem Sandra Lagace und Lidija Poth empfangen, die beide mit PUTITON verbunden sind. Und bei dieser Autumn Edition war auch Nancy Maljers anwesend. Nancy ist die Frau von Michel Maljers, Mitbegründer von PUTITON, und seine Stütze und Vertraute. Wie schön ist es, dass jemand, der so eng mit diesem Netzwerk verbunden ist, nun selbst einen Tag erleben konnte, was ich mit One Day Getaway zu schaffen versuche!
Denn genau darin liegt für mich etwas Wesentliches. In einem Netzwerk begegnen wir uns oft über unsere Arbeit, unsere Unternehmen, Ambitionen oder Interessen. Doch was passiert, wenn wir diese Rollen einmal loslassen? Wenn du nicht der Unternehmer, Partner, Coach oder Profi sein musst, sondern einfach du selbst? Dann entstehen manchmal ganz andere Gespräche.
Die Natur als Ausgangspunkt
Auf dem weichen Birkenpfad, zwischen den Bäumen, entlang der Plätze, an denen ich selbst schon so viele Geschichten und Symbole gesammelt habe. Wir suchten nach kleinen Schätzen der Natur. Ein Blatt, ein Zweig, eine besondere Form, etwas, das unsere Aufmerksamkeit erregte. Und ab und zu fielen ein paar dicke Regentropfen aus den Wolken. Ach, es war schließlich Herbst!
Was mich immer wieder erstaunt, ist, wie anders Menschen zu schauen beginnen, wenn sie einmal nirgendwohin müssen. Ein Spaziergang wird zu einer Entdeckungsreise. Ein einfaches Blatt bekommt Bedeutung. Ein Gegenstand weckt eine Erinnerung. Und manchmal entsteht aus etwas ganz Kleinem ein besonderes Gespräch.
Ein Tisch voller Geschichten und selbstgemachter Leckereien
Nach unserem Spaziergang war es Zeit, hineinzugehen. Dort hatte ich in einer warmen herbstlichen Stimmung den Tisch gedeckt, und mein ausgiebiges hausgemachtes Mittagessen stand bereit.
Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich es liebe, Menschen zu empfangen und ihnen etwas Leckeres aufzutischen. Und ja, auch hier beginnen die Vorbereitungen oft schon Tage vorher! Es gab eine köstliche Karotten-Kürbis-Suppe mit Kokosmilch, selbstgemachten Hummus und einen Ofenauflauf mit gegrilltem Gemüse, bunten Regenbogenmöhren und wunderschönen Pilzen, darunter Champignons und Pfifferlinge. Und natürlich allerlei andere Leckereien.


Alles selbstgemacht, mit Sorgfalt und Liebe zu den Zutaten. Die Kerzen brannten, der Tisch war stimmungsvoll gedeckt, und währenddessen plauderte man einfach weiter. Von locker und fröhlich bis persönlich und berührend.
Es wurde gelacht. Es wurde zugehört. Erfahrungen wurden geteilt. Und zum Abschluss des Mittagessens? Ein herrlicher Kaffee mit einem Apfel-Streuselkuchen und frischem Obst. Auch das war selbstgemacht. Denn für mich ist so ein Mittagessen nicht einfach nur eine Pause zwischen den Aktivitäten. Es ist Teil des gesamten Erlebnisses. Gemeinsam essen, sich Zeit nehmen, genießen und dabei einander nach und nach ein bisschen besser kennenlernen.
Kunst ohne Richtig oder Falsch

Nach dem Mittagessen zogen wir in das Botanical Atelier, wo wir selbst kreativ werden sollten. Mit Farbe, Pinseln, natürlichen Materialien und vor allem unserer eigenen Fantasie. Es musste kein Meisterwerk entstehen. Niemand musste malen können. Und es gab schon gar keinen Wettbewerb darum, wer das schönste Ergebnis erzielen würde. Jede Frau arbeitete aus ihrem eigenen Gefühl, ihrer eigenen Geschichte und ihrer eigenen Art zu sehen heraus.
Dabei entstanden nicht nur verschiedene Kunstwerke, sondern auch schöne Gespräche, überraschende Einsichten und Momente des Wiedererkennens. Als Künstler finde ich das vielleicht einen der schönsten Aspekte der Kreativität. Kunst kann etwas sichtbar machen, wofür wir manchmal noch keine Worte haben. Es geht nicht immer um das Endergebnis. Manchmal ist gerade der Prozess die Entdeckung.
Wörter, die hängen bleiben
Am Ende des Tages erhielt ich Rückmeldungen, die mich tief berührten. Eine Frau erzählte, dass sie endlich wieder zu ihrem Gefühl gefunden hatte. Eine andere hatte erfahren, dass sie über eine persönliche Angst hinwegsteigen konnte. Und jemand berichtete, Erkenntnisse gewonnen zu haben, die sie noch sehr lange bewahren wollte. Und dass sie endlich wieder einmal draußen spielen konnte, etwas, das schon so lange auf ihrer Liste stand.
Für mich sind das keine kleinen Dinge. Und trotzdem war es kein schwerer Tag. Im Gegenteil! Es gab so viel Freude, Leichtigkeit, Staunen und herzliche Gemütlichkeit.
Gerade die Kombination finde ich wichtig.
Tiefgang muss nicht schwer sein. Und Spaß muss nicht oberflächlich bleiben.
Glühwein, Feuer und ein besonderer Abschied
Während der Tag langsam in den Abend überging, versammelten wir uns unter der Veranda am Feuer.
Die Lichter leuchteten sanft, die Herbstluft war frisch, und bei einem köstlichen Glas warmem Glühwein ließen wir den Abend noch ein wenig ausklingen.
Er wurde ausgelacht, ausgiebig durchgesprochen und man ließ alles Revue passieren, was wir an diesem Tag erlebt hatten.
Außerdem bekam jeder Teilnehmer ein eigenes Notebook 2 Myself mit einem kleinen Originalkunstwerk von meiner Hand. Ein persönliches Büchlein, um Gedanken, Erinnerungen und vielleicht auch neue Wünsche darin aufzubewahren.
Dann kam der Moment des Abschieds.
Was mich vielleicht am meisten berührte, waren die herzlichen Umarmungen, die ausgetauscht wurden.

Frauen, die sich am Morgen noch überhaupt nicht kannten, verabschiedeten sich am Ende des Tages, als wäre etwas Vertrautes entstanden.
Eigentlich war das auch so.
Eine Verbindung wurde hergestellt.
Nicht, weil es sein musste. Nicht, weil es auf dem Plan stand.
Aber weil es Raum gegeben hatte, um sich wirklich zu begegnen.
Und das ist vielleicht das schönste Geschenk, das so ein Tag bringen kann.
Ich war auch eine dieser sieben Frauen
Was ich selbst immer mehr entdecke, ist, dass One Day Getaway nicht nur etwas ist, das ich organisiere.
Das ist auch etwas, wovon ich selbst ein Teil bin.
Ich bin die Ideengeberin, die Macherin, die Gastgeberin. Aber ich bin auch eine der Frauen am Tisch.
Auch ich höre zu, lerne, entdecke und nehme neue Erkenntnisse mit.

Und genau das macht jede Ausgabe anders.
Mein Secret Garden ist kein Ort, an dem ich Menschen erzähle, wie sie leben oder was sie verändern sollten.
Es ist ein Ort, an dem Natur, Kunst und Geschichten zusammenkommen. Ein Ort, an dem jeder in seinem eigenen Tempo Raum hat und an dem nichts muss, aber vieles darf.
Was im Juli als erste sommerliche Ausgabe begann, wuchs im August weiter und führte zu dieser dritten Zusammenkunft im Oktober.
Drei Ausgaben. Drei verschiedene Stimmungen. Und so viele besondere Geschichten.
Die Verbindung wird in einem Netzwerk nicht beendet
Was ich an PUTITON schön finde, ist, dass sich Menschen über die Plattform gegenseitig entdecken und kennenlernen können.
Aber wie besonders ist es, wenn sich diese Verbindung auch außerhalb der Plattform weiterentwickelt?
Was passiert, wenn Mitglieder einander nicht nur online folgen oder bei einer Veranstaltung miteinander sprechen, sondern gemeinsam einen Tag erleben, etwas erschaffen und sich auf eine andere Weise kennenlernen?
Mit dem Hinzukommen von Sandra, Lidija und nun auch Nancy durfte ich erleben, wie sich diese Welten gegenseitig stärken können.
Nicht aus einer geschäftlichen Verpflichtung heraus, sondern aus Neugier, Vertrauen und aufrichtigem Interesse.
Und vielleicht ist das genau das, was ich mit One Day Getaway am liebsten entstehen lassen möchte.
Ein Tag, der vergeht, von dem man aber etwas mitnimmt, das länger bleibt.
Draußen mögen die Stürme toben. Drinnen entstanden Wärme, Vertrauen und Verbundenheit.
Und dagegen kommt keine Wettervorhersage an. 😉
Vielen Dank an alle Frauen, die diese Autumn Edition mit ihrer Anwesenheit, ihren Geschichten und ihrer Kreativität so besonders gemacht haben.
Selbstverständlich ein herzlicher Dank an Nancy, Sandra und Lidija für ihr Interesse und ihre Teilnahme aus dem PUTITON-Netzwerk.
Ich blicke voller Staunen zurück und träume gleichzeitig schon wieder davon, was die nächste Saison bringen mag.
Want The Secret Garden verändert.
Und wir verändern uns mit.
Liebe Grüße
Ismene
EINTAGESAUSFLUG – Der Geheime Garten
Erstellt und gehostet von Ismène Elbers
Wo Kunst, Natur und Geschichten zusammentreffen.




