Hypertonie ist keine stille Krankheit.

Blutdruckhoch ist keine stille Krankheit
Hypertonie ist keine stille Krankheit. Seit Jahren nennen wir Bluthochdruck 'den stillen Mörder'. Aber im Sprechzimmer höre ich eine andere Geschichte.
Menschen mit Bluthochdruck berichten oft über Kopfschmerzen, Herzklopfen, Druck auf der Brust, Schlafstörungen, Unruhe, Müdigkeit oder ein gestresstes Gefühl.
Und doch hören viele:
„Das kann nicht vom Blutdruck kommen.“ Aber warum nicht?
Bluthochdruck ist nicht nur eine Zahl auf Papier. Es ist ständiger Druck auf die Gefäßwände. Ein Herz, das härter arbeiten muss. Ein Nervensystem, das ständig 'an' ist.
Bluthochdruck kann über Jahre unbemerkt Schaden anrichten. Das macht es heimtückisch. Aber „still“ bedeutet nicht automatisch „ohne Beschwerden“.
Interessanterweise liegen die Grenzen für Bluthochdruck in den USA mittlerweile niedriger als in den Niederlanden.
Nicht, weil Amerikaner andere Blutgefäße haben, sondern weil dort eher eingegriffen werden möchte, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Das ist keine Panikmache.
Das ist Prävention.
Denn Gefäßerkrankungen entstehen nicht erst über einer magischen Grenze.
Vielleicht sollten wir also nicht nur besser messen, sondern auch besser zuhören.
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