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Ein 50-Euro-Schein benötigt kein Konto

Ingrid De Bock
Ingrid De Bock
·6. Sept. 2026 · 09:32·
Ein 50-Euro-Schein benötigt kein Konto

Ein 50-Euro-Schein benötigt kein Konto

Ich gebe dir einen 50-Euro-Schein. Du nimmst ihn. Fertig. Für diesen Transfer müssen wir keine Bank fragen, um mein Guthaben zu verringern und deins zu erhöhen. Der Schein selbst wechselt den Besitzer. Bei digitalem Geld geschieht etwas fundamentally anderes. Wenn ich dir 50 Euro überweise, reist kein digitaler Schein von meinem Konto zu deinem. Was sich ändert, ist die Verwaltung.

Mein Guthaben wird um 50 € niedriger. Deins um 50 € höher. Und genau diesen Unterschied finde ich faszinierend. Bei Bargeld übertrage ich etwas, das ich selbst in den Händen halte. Bei Buchgeld verlasse ich mich darauf, dass ein System korrekt festhält, wie viel Guthaben mir gehört und wie viel dir gehört. Bei einer normalen Zahlung merke ich kaum etwas davon. Bis ich mich frage, was passiert, wenn Geld immer weiter digitalisiert wird. Denn je weniger physisches Eigentum den Besitzer wechselt, desto wichtiger wird die Infrastruktur, die festlegt, wem was gehört. Dann geht die Zukunft des Geldes für mich plötzlich nicht mehr nur um schneller, günstiger und einfacher bezahlen.

Es stellt sich eine grundlegendere Frage: Wenn mein Geld vollständig für die Registrierung vorgesehen ist, wie viele Kredite kann ich dann in dem Fall bedienen, der diese Registrierung betrifft?

Quelle: Ingrid de Bock

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